Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Schrempp, den in der Gemeinderatssitzung am 02. Mai 2017 im Namen der CDU Stadtratsfraktion mündlich gestellten Antrag, erhalten Sie heute in schriftlicher Form. Der Stadtwald Rheinstetten weist seit etlichen Jahren einen hohen Zuschussbedarf auf. Alleine im Zeitraum der Forsteinrichtung 2008 - 2017 ist ein Defizit von ca. 1,9 Mio Euro entstanden. Dies ist einerseits durch eine schlechte Bodenqualität andererseits durch massive Schäden durch das Orkantief Lothar im Jahre 1999 sowie Einschränkungen in der Bewirtschaftung durch die FFH-Richtlinie zu begründen.


Vor diesem Hintergrund beauftragt die CDU Fraktion, die Verwaltung der Stadt Rheinstetten möge mit Herrn Prof. Manfred Schölch (Fachgebiet Waldbau / Waldwachstum) von der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf, Am Hofgarten 4, 85354 Freising, Kontakt aufnehmen und in Erfahrung bringen, ob eine Zusammenarbeit in Form eines Gutachtens oder in Form von Studien- und Forschungsarbeiten möglich wäre. Ziel der Zusammenarbeit soll ein Abgleich mit dem aktuellem Wissens- und Forschungsstand sowie das Aufzeigen von konkreten Handlungsoptionen in der Bewirtschaftung unseres Stadtwaldes sein. Die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf genießt einen außerordentlichen Ruf im Bereich angewandter Forstwissenschaft; daher wurde diese Hochschule für diesen Antrag herangezogen und nicht auf eine evtl. vergleichbare baden-württembergische Forschungseinrichtung verwiesen. Herzlichen Dank.

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Schrempp, den in der Gemeinderatssitzung am 02. Mai 2017 im Namen der CDU Stadtratsfraktion mündlich gestellten Antrag, erhalten Sie heute in schriftlicher Form. Die Bewirtschaftung des Rheinstettener Stadtwaldes ist eine komplexe Fragestellung und sollte im Gemeinderat intensiver, als in den vergangenen Jahren üblich, diskutiert werden. Vor diesem Hintergrund beantragt die CDU Fraktion die Durchführung einer Klausurtagung vor dem Beschluss über die Forsteinrichtung für die Jahre 2018 - 2027. Ziel dieser Klausurtagung ist unter Einbeziehung aller Stadtratsfraktionen und -gruppierungen, den in der Verwaltung der Stadt Rheinstetten für Forst, Umwelt- und Naturschutz  zuständigen Mitarbeitern, des Stadtkämmerers, des Revierförsters, evtl. weiterer Vertreter des Forstamts,  sowie externer Forst-Fachleute das gemeinsame Diskutieren und ins Detail durchdenken von unterschiedlichen Handlungsoptionen für die Bewirtschaftung unseres Waldes.


Ziel der Klausurtagung ist, unterschiedliche Varianten heraus zu arbeiten, um dann die sinnvollste Bewirtschaftungsform für unseren Wald zu bestimmen. Dabei müssen die Vor- und Nachteile für Flora und Fauna, sowie für den kommunalen Haushalt erörtert werden. Nur so können wir verantwortliche Entscheidungen für unseren Wald treffen. Für die Gestaltung der Klausur wäre eine vorherige Abfrage bei allen Beteiligten, welche Aspekte ihnen  wichtig bei der Betrachtung sind, zu empfehlen. Den mündlichen Antrag ergänzend, möchte die CDU Fraktion folgende Aspekte bereits heute Ihnen nennen:

  1. Zusammenhang konkrete Baumartsauswahl, Intensität Bewirtschaftung durch Forstmitarbeiter, Qualität des Holzes
  2. Personaleinsatz:
    1. Bisheriger Personaleinsatz und Ausmaß evtl. Fehltage; wie wird das Personal eingesetzt, wenn im Wald ein Arbeiten nicht möglich ist
    2. Verhältnis und Kosten eigene Waldarbeiter zu externen Dienstleistern
  3. Aspekte des kommunalen Haushalts:
    1. Umfang und Art der Kosten, die bisher  angefallen sind; was sind Vor- und Nachteile von Gewinn und Verlust in einem Stadtwald (z.B. Auswirkungen auf die Kreisumlage)
    2. Verbuchungstechnik Forst - Bauhof: Wurden Maßnahmen, die im Bereich Städtischer Bauhof zu verorten sind, durch Waldarbeiter durchgeführt und der Kostenstelle Forst zugeordnet
  4. Möglichkeiten zur Errichtung eines Naturwaldes auf einer definierten Fläche
  5. Verlässliche Aussage darüber, wie viele Jahre die Schäden des Orkantiefs Lothar aus dem Jahr 1999 weiterhin einen derart hohen jährlichen Zuschussbedarf verursachen werden (unter der Annahme, keine zusätzlichen Beeinträchtigungen ähnlichen Ausmaßes)
  6. Forstreform 2019: Prüfen, ob die Bewirtschaftung durch externe Dienstleister für die Stadt Rheinstetten vorteilig wäre

Die CDU-Gemeinderatsfraktion beantragt, sämtlichen Bewuchs an den Außenfassaden aller städtischen Gebäude zu entfernen. Durch den starken Bewuchs von Efeu und anderen Rankenpflanzen entstehen hohe Schäden an den Fassaden sowie am ganzen Gebäude. Auch das Freischneiden und Freihalten der Fenster ist mit viel Arbeits- und Zeitaufwand verbunden.

Weiter beantragt die CDU-Gemeinderatsfraktion den Pflegeaufwand auf den Grünflächen der Kläranlagen, der Hebewerke sowie den Wasserwerken auf das nötigste zu reduzieren. Durch das Reduzieren der Pflegeintervalle der Grünflächen in diesen städtischen Einrichtungen versprechen wir uns, Kosten zu reduzieren und mehr Arbeitszeit für andere Bereiche zur Verfügung zu haben.

Die CDU Gemeinderatsfraktion beantragt die Instandsetzung des Trimm-Dich-Pfads im Silberstreifen.

Hierfür soll die Stadtverwaltung, die Kosten für eine zeitgemäße Instandsetzung bzw. teilweise Erneuerung des Trimm-Dich-Pfads im Silberstreifen ermitteln und das Ergebnis dem Gemeinderat zur Beratung vorlegen.

Die CDU Gemeinderatsfraktion beantragt die Erarbeitung einer Konzeption für Waldpädagogik und die Errichtung von Wissenstafeln in den Rheinstettener Wäldern.

Die CDU Gemeinderatsfraktion beauftragt die Stadtverwaltung unter Einbeziehung der Forstverwaltung, eine Konzeption für Waldpädagogik zu erarbeiten und diese dem Gemeinderat zur Beratung vorzulegen. Betrachtet werden soll dabei die Schulung von forstlichem Fachpersonal, Erzieherinnen und Erzieher, sowie Lehrerinnen und Lehrer. Mögliche Angebote der Waldpädagogik könnten sein: „Kindergarten und Grundschule“, „Arbeiten mit Naturmaterialien“ oder Zertifikate für Waldpädagogik.

Der Rheinstettener Wald verfügt nicht nur über eine umfangreiche Freizeit- und Erholungsfunktion, sondern verkörpert auch den „Schulungsraum Wald“. Mit Informationstafeln soll hierzu Wissen über die einheimische Flora und Fauna vermittelt, den Wert der heimischen Pflanzen für Mensch und Tier bewusst gemacht werden. Über eine mögliche Ausgestaltung soll ebenfalls der Gemeinderat beraten.

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